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1. Ziele

Oberste Ziele der Akademie sind: Altern als positive Lebensphase aufzuzeigen und Vorurteile abzubauen. Verschiedene gerontologische Forschungsergebnisse haben das frühere Defizitmodell (Altwerden bedeutet unabdingbar geistigen und körperlichen Abbau) durch das Kompetenzmodell ersetzen können. Es ist erwiesen, dass der alte Mensch bei regelmäßiger Aktivität seine Fähigkeiten nicht nur erhalten, sondern erweitern kann, und zwar bis ins hohe Alter.

Die Arbeit der Akademie dient demgemäß dazu, ältere Menschen ab 60 zur aktiven Lebensgestaltung anzuregen und zur Freude im und am Alter beizutragen.

Das vielseitige Spektrum an Weiterbildungsangeboten ermöglicht es jedem einzelnen, sich seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend geistig und körperlich herauszufordern.

Die Akademie möchte mit ihrem Angebot dazu beitragen, dass jeder Ältere - auch bei alterstypischen Einschränkungen - nicht nur sein eigenes Weiterbildungsprogramm zusammenstellen kann, sondern auch die Zugehörigkeit zur Gruppe Gleichgesinnter und Gleichaltriger erleben kann.

Die Akademie möchte erreichen, dass sich ältere Menschen besser in die Gesellschaft integrieren und ihre Lebensqualität verbessern können.

2. Konzept

Entsprechend gerontologischen Erkenntnissen findet der Unterricht tagsüber von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt, da die Lernbereitschaft des älteren Menschen in dieser Zeit am höchsten ist. Der Unterrichtsstoff wird auf kleinere Lernschritte zugeschnitten und häufiger wiederholt. Leistungsdruck gibt es nicht.

Fachgruppen / Seminare und Vorträge ermöglichen systematisches Lernen (z.B. Sprachen), schaffen Aufklärung (z.B. Philosophie), vermitteln Informationen (z.B. neueste medizinische Forschungsergebnisse), ermöglichen Auseinandersetzungen (z.B. Diskussionsgruppen) oder bieten unterschiedliche Aspekte der Bewegung (z.B. meditatives Tanzen oder Walking).

Kultur-, Kunst- und Studienfahrten bringen neues Wissen und ermöglichen Erfahrungen und Austausch mit anderen Kulturen.

Das Studium ab 60 ermöglicht den Einstieg in die Wissenschaften auch ohne Abitur.

3. Ehrenamtlichkeit

Die Basis für das Konzept der Akademie ist die ehrenamtliche Mitarbeit. Von Anfang an haben Dozentinnen und Dozenten, Reiseleiterinnen und Reiseleiter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Organisation und Verwaltung ihr Wissen, ihr "Knowhow", ihre Fähigkeiten und ihre Kraft zur Verfügung gestellt.

Heute arbeiten 200 Ehrenamtliche regelmäßig - einmal wöchentlich - für die Akademie, 75% davon sind Ältere und haben große Freude daran, ihr Wissen weiterzugeben. Etwa 75% waren früher als Lehrerinnen und Lehrer tätig. Eine gute Voraussetzung.

Etwa 200 weitere Ehrenamtliche bringen seit Jahren - allerdings nicht jede Woche - ihre Fähigkeiten und Kenntnisse in die Akademie ein, z.B. bei Diavorträgen, medizinischen Referaten oder kunstgeschichtlichen Führungen.

Ohne die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre die Akademie in dieser Form und in diesem Umfang nicht denkbar.

4. Organisation

Die Akademie ist in verschiedene Bereiche untergliedert:

Geschäftsleitung Konzepte, Finanzen, Kontakte zu Sponsoren
 
Verwaltung Logistik, Organisation
 
Öffentlichkeitsarbeit
Öffentlichkeitsarbeit in Presse, Rundfunk uznd Fernsehen, Kontakte zu Institutionen, Teilanhme an Messen
 
Weiterbildung
Organisation und Konzeption von Fachgruppen, Vorträgen, Seminaren und anderen kulturellen Veranstaltungen, Studium ab 60, Kontakte zu Dozentinnen und Dozenten, Gesundheitsförderung, Bewegung und Sport
 
Mobilität Kultur-, Kunst- und Studienfahrten, Betriebsbesichtigungen, Karte ab 60

5. Mitarbeiter

Außer den ehrenamtlichen Mitarbeitern sind hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Insgesamt arbeiten zehn Personen hauptberuflich: Geschäftsleitung, Fachbereichsleiterinnen, Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter.

6. Haushalt

Er trägt die Merkmale einer Selbsthilfeeinrichtung. Müsste die Arbeit der Ehrenamtlichen bezahlt werden, würde das hochgerechnet etwa 2 Millionen Euro kosten. Der aktuelle Haushalt ist auf 512.000 Euro veranschlagt. Er finanziert sich aus unterschiedlichen Quellen: Jahresbeiträge, Sockelförderungen aus der öffentlichen Hand, spendenähnliche Einnahme, Spenden von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Geldern aus Arbeitsamt-Maßnahmen und Förderung vom Landeswohlfahrtsverband. Seit 1. September 1997 beteiligen sich etwa 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Jahresbeitrag von 68.-Euro am Haushalt der Akademie für Ältere.

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