Wandern und Kultur rund um Lissabon

18.4. - 25.4. 2018
Reiseleitung: Ursula Heselberger


1. Tag:
Rund 3 Stunden Flug und wir landeten in Portugals Hauptstadt und mussten nicht nur unsere Uhren um eine Stunden verstellen, sondern auch ein wenig unser Tempo und unseren Zeitbegriff anpassen! Nach dem Einchecken im sehr zentral gelegenen Hotel - nahe einem der typischen Elevadores - ging es auf einen ersten kleinen Rundgang durch die Baixa über den Hauptplatz Rossio bis zum Praça Comercio zum Tejo und durch die Fußgängerzone Rua Augusta. Wir merkten schnell: Lissabon boomt und außer uns sind noch viele andere Touristen von der "Schönen am Tejo" angetan.

 

2. Tag:
Heute standen einige der vielen Hügel und verschiedene Stadtviertel Lissabons auf dem Programm. Rechtzeitig vor den übrigen Besuchergruppen waren wir schon auf dem Castelo São Jorge und genossen das Panorama und die große Burganlage. Weiter ging es zum Miradouro Santa Luzia und durch die Altstadt Alfama mit ihren steilen Gassen und Treppen - den ältesten Teil der Stadt, der auch Erdbeben und Brände überdauert hat. Nachmittags erkundeten wir das elegante Chiadoviertel - und ganz Eifrige spazierten sogar noch durch das Barrio Alto. Je nach Stadtviertel beeindruckten die Hausfassaden mit ihren schönen Kacheln, ein anderes Mal durch ihre Belle- Epoche-Details und die schwarz-weißen Straßenpflaster.

 

 

3. Tag:
Wieder gingen wir zeitig auf Tour - und es lohnte sich! Nach kurzer Fahrt entlang des Tejo waren wir eine der ersten Besucher im berühmten Hieronymuskloster. So hatten wir noch Zeit und Muße die besondere Atmosphäre zu genießen und die vielen filigranen Details im Kreuzgang und in der Kirche zu bewundern bevor die vielen Touristengruppen kamen. Nach einer Mittagspause erklommen wir das Denkmal der Entdeckungen, das mit seinen vielen historischen Figuren an der Fassade an die große Seefahrerzeit Portugals erinnert - zum Glück per Lift! Für einen Teil der Gruppe gab es dann noch eine Fahrt mit einer der berühmten Electricos durch die engen, steilen Gassen des Mouraira-Viertels, Nostalgie pur!

 

 

4.Tag:
Nach kurzer Zugfahrt erreichten wir Sintra, bekannt durch seine vielen Villen, Paläste und Gärten. Auch hier umgingen wir wieder die vielen Touristen, die diese Unesco-Gegend besuchten, und wanderten durch den Nationalpark hinauf zum Castelo do Mouros. Bei einem kleinen Rundgang auf einer der Balustraden hatten wir nicht nur herrliche Rundumblicke über die Serra de Sintra bis zum Meer, sondern spürten auch schnell den rauen Wind der Berge. Weiter verlief dann unser Weg zur Quinta Regaleira - einem Märchenschloss aus dem 19. Jahrhundert mit einer großen Gartenanlage.

 

 

5. Tag:
Am Vormittag regnete es! So stellten wir unser Programm um und fuhren mit der Metro in das ehemalige Expo-Gelände. Der Parque Nacoes zeigte das moderne Bild Lissabons mit seiner teilweise futuristischen Architektur, deren Pfeiler an Palmen erinnern. Auch die U-Bahn-Stationen auf dem Weg dorthin waren durch unterschiedliche moderne Kachelbilder gestaltet. Glücklicherweise hörte der Regen bald auf und wir konnten mit der Fähre über den Tejo zum Cristo Rei nach Cacilhas übersetzen, der an die Christusstatue in Rio de Janeiro erinnert. Von dort hatte man das ganze Stadtpanorama von Lissabon vor Augen!

 

6. Tag:
Der Sonntagsausflug führte uns an Meer. Vom Seebad Estoril aus mit seinem großen Spielcasino spazierten wir die Uferpromenade bis nach Cascais entlang eleganter Villen und kleiner Strandbuchten. Ein Bummel durch die hübsche pittoreske Altstadt über die Festung Cidadela bis zum Park Castro Guimaraes ließ entspannte Urlaubsstimmung aufkommen.

 

7. Tag:
Per Bus ging es über die längste Brücke Europas über den Tejo bis nach Palmela. Hier begann unsere Wanderung auf dem Höhenrücken der Serra do Louro entlang zahlreicher Windmühlen - immer wieder mit Ausblicken zu beiden Seiten. Zahlreiche Blumen - darunter viele Orchideen - sowie Kork-und Steineichen säumten unseren Weg. Nach einer Picknickpause mit portugiesischen Kostproben erfolgte der Rückweg und nach einer kleinen Kaffeepause die Rückfahrt durch die Serra da Arrabida. Und in Lissabon reichte die Zeit auch noch für die zweite Runde mit der Electrico!

 

8. Tag:
Nochmals eine Programmänderung zugunsten gemütlicher Urlaubsatmosphäre. Erneut per Bus ging es nach Sétubal, einer Distrikthauptstadt am Rio Sado südlich von Lissabon. Durch die noch wenig touristische Altstadt erreichten wir die Markthalle, in der es lebhaft und bunt zuging. Vor allem die vielen Fischarten und Meeresfrüchte, sowie die regionalen Spezialitäten - traditionelle Käse-, Wurst-und Gebäcksorten - machten Appetit! Ein Bummel führte uns am Fluss entlang der hübschen Avenida Todi bis zum Fischereihafen und nach einer kleinen Pause auf der Praça Bocage brachte uns der Bus zurück nach Lissabon. Dort fand dann am Abend in einem traditionellen Lokal - die Wände typisch portugiesisch gestaltet mit Azulejos - unser Abschiedsessen statt.

 


9. Tag:

Am Vormittag blieb noch Zeit für einen kleinen Rundgang oder Einkäufe bevor der Transfer zunächst zum Flughafen erfolgte und dann mit dem Flug nach Frankfurt unsere Reise zu Ende ging.


©Text und Fotos: Ursula Heselberger